Die Schnullis rocken Lübeck – Trainingslager 2026

Gemeinsam sind wir viele – gemäß diesem Motto reisten die L1, L2, L3 und die Masters-Schwimmer samt Trainer-Crew zum einwöchigen XXL-Trainingslager in die Hanse Stadt an der Ostsee.

Was dann folgte war ein einziges Feuerwerk, bestehend aus Spiel, Spaß und hartem Training. Aber der Reihe nach…

Die Jugendherberge in Lübeck wurde – kaum, dass der Reisetross am Rande der wunderschönen Altstadt aufschlug, – zum zentralen Drehort eines unbeschreiblich schönen Aufenthalts.  „Herbergsvater“ Philipp übernahm in gewohnt dynamisch souveräner Art und Weise das Management und noch bevor alle Zimmer bezogen werden konnten, sah der Plan bereits die erste Trainingseinheit am zweiten Schwerpunkt-Tatort – dem Sportbad St. Lorenz an der Ziegelstraße – vor.

Alle Wege führen zum Schwimmbad
Und ja …viele Wege führen bekanntlich nach Rom – aber noch mehr Wege scheinbar zum Schwimmbad. Denn im Laufe der Woche und den daraus resultierenden 28 Einzelfahrten ergaben sich zur Überraschung aller immer wieder neue Varianten der An- und Abreise, zumal kleinere Hindernisse, wie Einbahnstraßen, gesperrte Teilstrecken, Klappbrücken am Hafen und überdies eine Marathonveranstaltung für reichlich Abwechslung bei den Transporttouren sorgten. Ein Highlight bildete hier sicherlich der Versuch über einen Autobahnabschnitt dem Sportbad der Lübecker näher zu kommen – dieser Versuch endete letztlich wieder am gleichen Kreisverkehr … Am Ende waren wir aber immer pünktlich und topmotiviert zu den Einheiten am Start.

What a warm-up
Und dann ging es los. Mit den Bademeistern dieser 1a Deluxe Schwimmanlage waren wir sofort auf „Moin und Moin“. Die vier reservierten Bahnen des Stahlwand-Beckens wurden neugierig inspiziert und dann erlebten die Norddeutschen mal ein Warm-up nach Halterner Bauweise – Mucke an und schon hatte Lukas die Truppe auf der Steintribüne in Bewegung. Da blieb den Einheimischen nur Erstaunen pur, denn die enthusiastisch hüpfende Großgruppe aus der Seestadt war wirklich ein Hingucker.

Kilometerfresser am Werk
Lange Rede kurzer Sinn – von da ab war allen im Schwimmbad klar … die meinen es ernst. So wurde von da an mit Hingabe seeeehr hart gearbeitet und die Schwimmkilometerfresser zogen ihr Training morgens und nachmittags gnadenlos durch. Auf den vier Bahnen brachten die Leistungsschwimmer die Flossen, Paddles, Bretter, Schwimmfallschirme, Zugseile und Pull-Bouys zum Glühen und die Trainer rollten ihre komplette trainingswissenschaftliche Methodik und Didaktik an der Startbrücke aus (Anmerkung: die große Uhr sollte man im Idealfall dort abschrauben und bei uns im Aquarell anbringen).

Kreiseln will gelernt sein
In der Zwischenzeit machten sich unsere Masters-Damen daran das zweite 25er Becken zu erobern. Unter Silkes Anleitung wurden täglich ambitionierte Trainingspläne abgespult und die einzige Gefahr im Becken ging von leicht desorientierten Lübecker Irrläufern in fleischfarbenen Badehosen aus, die vom Kreiseln im Wasser noch nicht so viel gehört zu haben scheinen. Aber auch das konnte das Training der Ladies auf höchstem Niveau nicht aufhalten.

Der mit der Unterwasserkamera tanzt
Und auch unsere Leistungsschwimmer ließen es unter der Anleitung von Lukas, Philipp und Dennis mächtig krachen (O-Ton Dennis: „… und die nächsten 50 wieder mit Knallgas“). Wobei auch die ausführliche Technikanalyse ihren Platz im Trainingsplan hatte. Hierbei erwies sich Philipp einmal mehr als Multitalent – man möchte fast sagen, dass er der ist, der mit der Unterwasserkamera tanzte. Sicherlich mehr als 50 Taucheinheiten musste der Herr der Schnullis hinlegen, damit die L1 von allen Seiten ihre Starts, Wenden und Schwimmlagen dokumentieren konnte. Das Ergebnis dieser Session war mehr als beeindruckend und wird seine Fortsetzung in einem Videoabend der L1 im Vereinsheim zusammen mit den Trainern finden. Doch auch die schönste Session findet einmal ein Ende, Abgelöst wurden wir dann öfter vom Landeskader Schleswig-Holstein, die durchaus beeindruckt waren von der Intensität unser Trainingsinhalte.

Im Hauptquatier
Szenenwechsel zum zweiten Haupt-Schauplatz unserer Mission „Lübeck 2026“ – der örtlichen Jugendherberge! Diese wurde unter der Anleitung des Oberschnullis zügigst zum Teilzeiteigentum der Schwimmgruppe gemacht. Alles war minutiös durchgeplant von der Zimmerbelegung, über die Handyregelungen, die Essensausgabe bis zu unserem ganzwöchigen Rollover-Pfandflaschen-Sammelplan, der uns zum wiederholten Mal den Tagessieg am lokalen Pfandflaschenautomaten einbrachte.

Mörderisches Mörderspiel
Und natürlich gehörte auch Spiel und Spaß zur Tour de Lübeck. Das Mörderspiel führte zu beeindruckenden Taten und wurde später ausgiebig gefeiert, Mord durch Schokolade, Handy, Trinkflasche, AirPods oder Fußball sind hier nur einige Beispiele der grenzenlosen Vielfalt der Zuführung zum Ableben. Am Ende konnten sich im Durchgang eins Jonathan und in der zweiten Spielrunde Kilian als Serienkiller durchsetzen.

Saustall oder nicht – das war hier die Frage
Noch spannender verlief der Kampf um den Saustall-Pokal. Hier lieferten sich jeweils zwei Zimmer ein Kopf an Kopf Rennen. Zimmer wie aus dem Lehrbuch und im Bereich einer 5 Sterne Suite präsentierten die L2 und die L3 Mädchen, wobei am Ende die L2 Mädels die Nase hauchdünn vorne hatten. Im eigentlichen Wortsinn verlief das Duell am anderen Ende der „Gemütlichkeit“ zwischen den L1 Jungen und den L1 Mädchen, wobei die Aussicht auf einen „Auftritt“ an Weihnachten die Jungs dann doch näher an Besen und Kehrblech brachte als die sicherlich stimmlich überlegenen Mädchen, die daher den Dingen ihren Lauf ließen und somit schon einmal Weihnachtslieder einüben dürfen.

Essen, Wellness und mehr
Wichtig war dem Halterner Schwimmnachwuchs nach den Strapazen auch die Regeneration und auch hier bot sich dem Campteilnehmer ein reichhaltiges Angebot. Denn neben der beachtlichen Vollverpflegung im Kulinarik-Tempel Jugendherberge und der perfekten Auswahl an Granola-High-Proteinprodukten unseres Sponsors Wholey, kam auch die Wellness nicht zu kurz. Im Beauty-Palace der L3/L2 Mädchen konnten die Akkus wieder aufgeladen werden. Von der Haarpflege bis hin zur Typberatung samt Nagellackierung und Erholungsmassage war eine breite Auswahl gegeben und das Pflegeteam war demnach quasi immer komplett ausgebucht

Dehnen mit Dennis
Wen es nach der Trainingseinheit irgendwo zwickte – und wen zwickte es nicht- der war beim Workshop Dehnen mit Dennis bestens aufgehoben, Vom Nacken bis zur Fußsohle wurde alles gedehnt, was nicht bei drei auf dem Baum war. Für manch einen die Rettung für die Teilnahme an der nächsten Schwimmrunde und ein fester Programmpunkt vor jeder Mahlzeit.

Shopping und Kultur muss sein
Und auch die Kultur kam nicht zu kurz. So ging es für die L2 und die L3 auf Shoppingtour in die Lübecker Altstadt, die natürlich zudem auch voller Sehenswürdigkeiten steckte, weshalb man sich den Besuch am Holstentor natürlich auch nicht entgehen ließ,

Auf einen Döner an die Ostsee
Am Donnerstag schafften wir es mit der gesamten Crew sogar bis nach Travemünde an die Ostseeküste, wo Philipp einmal mehr die ganze Klaviatur der Organisationskunst auspackte und „chillen“ am Strandgrill verordnete. Das nette Dönerteam dort zauberte uns in Windeseile echte Schwimmer-Menüs und so ließen wir uns danach gut versorgt den Seewind um die Nase wehen. Einige von uns fanden dann sogar auf dem Heimweg die einzige Mautstelle Norddeutschlands – dies war aber immerhin auch eine Abkürzung zur Herberge.

Dem Endspurt entgegen
Und so ging es auch in großen Schritten dem Endspurt entgegen. Flankiert von netten Kinoabenden und weiteren, dringend benötigten Dehneinheiten mit Dennis bogen wir auf die Zielgerade ein.

Der L1 wird sicherlich die Laktateinheit in guter Erinnerung bleiben. Sie stand unter dem Motto „lerne leiden, ohne zu klagen“ und als freundlichen Abschied an die Welt legten die härtesten der Harten dann noch am Freitagabend eine 2000m Delle nonstop Nummer aufs Paket.

Derweil sammelten die L2 und L3 Teams bei ihrer Leistungskontrolle gleich 26 Bestzeiten ein und durften später bei der Abschlussbesprechung Berlin, Berlin wir fahren nach Berlin zur Deutschen Meisterschaft 2027 skandieren.

Schnulli-Cup … das kann nur der SV Haltern 1974
Den krönenden schwimmerischen Abschluss bildeten am Samstag die gemischten Staffeln aller L-Mannschaften samt Trainer. Hier ging es um den ultimativen Sieg im Schnulli-Cup, den am Ende das Team Schnulli vier in der Besetzung Jonathan, Marie S., Franziska, Valentina, Lasse und Dennis in einem Herzschlagfinale für sich entscheiden konnten.

Klein besiegt Groß
Das galaktische Finalrennen der L2 und L3 gegen die L1 geht auf jeden Fall in die Geschichte des Trainingslagers ein, denn mit einem gewaltigen Kraftakt holte Florian am Ende nach 18 x50m den Sieg für die L2&L3. Dabei schwammen die Jüngeren im Freistil gegen die „Großen“, die eine Minute später das Rennen aufnahmen und eine Endlos-Lagenstaffel schwimmen mussten. Eine taktische Meisterleistung von Lukas, der das Rennen mit diesen Vorgaben zu einer super spannenden Angelegenheit gemacht hat.

Her mit dem nächsten Wettkampf
Sehr zufrieden und für alle kommenden Wettkämpfe vorbereitet, ging es dann am Ende zurück nach NRW. So endete ein brillantes Trainingslager mit lauter Siegern – Aktive wie Trainer und Betreuer.

P.S.:
Was für Insider noch von Bedeutung sein könnte …

  • Alle Trainingskilometer hintereinander hätten bis Lübeck und zurück gereicht (ca. 800km)
  • Antizyklisches Essen
  • Die ewige Frage: erst Zahnpasta, dann Wasser oder umgekehrt?
  • Take your marks!
  • … na Du Schnulli
  • Sie hatten Pech, denn er hatte Zeit

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